Nach Inhaltsstoff · Unterkapitel 01
Sulfate und Silikone. Zwei Inhaltsstoffe, über die seit zwanzig Jahren in jedem Forum, jeder Kommentarspalte und jeder Drogerieregal-Diskussion gestritten wird. Hier sind die Beweise, beide Seiten.
118 Anleitungen · Aktualisiert am 1. Mai 2026 · Durchschnittlich 5 Min pro Artikel · Redigiert von Nelly · Beauty & Style Director
Anmerkung der Redaktion
Sulfate und Silikone wurden etwa zur gleichen Zeit zu Bösewichten – Mitte der 2000er Jahre, als die Naturkosmetikbewegung ihre ersten viralen Gesprächsthemen fand. Beide fielen in Ungnade, ohne eine rigorose Prüfung. Keiner ist so einfach, wie seine Gegner behaupten, noch so harmlos, wie seine Verteidiger sagen. Was sie gemeinsam haben: Sie wirken sich unterschiedlich auf unterschiedliches Haar aus, und das Haar auf Ihrem Kopf ist der einzige Beweis, der zählt.
Sulfate
Sulfate – hauptsächlich Natriumlaurylsulfat (SLS) und Natriumlaurethsulfat (SLES) – sind Tenside, die die Oberflächenspannung zwischen Wasser und Öl verringern und so das Abspülen von Talg, Produktresten und Umweltschmutz ermöglichen. Sie sind wirksam, kostengünstig und seit den 1930er Jahren in Shampoos enthalten. Die Debatte dreht sich darum, ob sie zu wirksam sind – ob sie neben Schmutz auch natürliche Öle entfernen. Feines Haar und fettige Kopfhaut profitieren oft mehr von Sulfaten als ohne. Lockiges, trockenes und coloriertes Haar profitiert im Allgemeinen von sulfatfreien Alternativen, vorausgesetzt, das alternative Tensid ist wirklich mild.
Silikone
Silikone umhüllen den Haarschaft, reduzieren die Reibung zwischen den Strähnen, erleichtern das Entwirren und sorgen für ein geglättetes Erscheinungsbild der Kutikula. Sie dringen nicht in die Rinde ein: Ihre Wirkung ist rein oberflächlich. Das Hauptproblem ist die Ansammlung – Silikone erfordern ein geeignetes Tensid zur Entfernung, was bedeutet, dass sulfatfreie Routinen mit silikonhaltigen Produkten im Laufe der Zeit zu einem Ansammlungsproblem führen. Die Lösung besteht entweder darin, periodisch ein klärendes Sulfat-Shampoo zu verwenden oder in einer sulfatfreien Routine auf silikonfreie Produkte umzusteigen. Die beiden Inhaltsstoffe sind funktionell miteinander verbunden.
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